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Und nachdem man 
vor die Hunde gegangen ist?

Halten wir zunächst fest, dass es absolut Zufall war, 2006 anzufangen, ausgerechnet Hunde zu fotografieren. Kein Zufall war aber wohl, dass dann von Anfang an nicht Hunde per se, d.h. ihre Rasse, Klasse oder andere Eigenschaften im Zentrum des fotografischen Interesses standen. Vielmehr lag der Anreiz darin, möglichst Bilder zu gewinnen und zu gestalten, die unsere ältesten tierischen Gefährten in irgendeinem anthropogenen Gefüge dokumentieren. Das Museum Mensch und Natur und seine Intentionen haben da nachhaltig geprägt. 

Vor den Hunden angekommen, entwickelte sich rasch eine ganz neue Art, das jeweilige Ambiente wahrzunehmen. Ein Perzeptions- wandel, der in faszinierender Weise die gesamte Erlebniswelt beeinflusste und alles einfach spannender machte, ob beim Einkaufen und Spazieren gehen zuhause oder bei Ausflügen zu näheren oder ferneren Zielen. Nur unwillig und eigentlich zum letzten Mal fuhr ich im März 2007 nach New York. Aber seine besondere Hundewelt bekehrte mich völlig und machte erneut unglaublich neugierig. 

Als Produkte der Gesellschaft spiegeln Hunde zweifellos vieles von deren Zustand wieder. Diesem über die Wahrnehmung und das Fotografieren von Hunden nachzuspüren, erweist sich bei mir als überaus anregende Droge für Leib und Seele.